KI kann heute Texte schreiben, Layouts bauen und Code generieren. Aber beim Thema Bilder stösst sie noch immer an klare Grenzen. Warum eigene Fotos für deine Website noch lange Gold wert sind und wie du sie auch ohne Fotografin oder Fotograf hinkriegst.
KI und Bilder: Beeindruckend, aber noch nicht da
Wer sich in den letzten Jahren mit KI beschäftigt hat, weiss: Die Fortschritte sind enorm. Texte, Designs, ganze Websites lassen sich heute mit KI-Unterstützung schneller und effizienter umsetzen als je zuvor.
Aber wenn es um authentische Fotos für Websites geht, ist die Situation eine andere.
KI-generierte Bilder sehen auf den ersten Blick oft beeindruckend aus. Schaut man genauer hin, merkt man aber schnell: Es fehlt etwas. Die Bilder wirken generisch, austauschbar, manchmal leicht unwirklich. Und vor allem zeigen sie nicht das, was eine Website eigentlich zeigen sollte: dich, dein Team, deine Produkte, deinen Arbeitsalltag.
Auch die automatische Suche nach passenden Stockfotos funktioniert noch nicht wirklich gut. Wer schon einmal versucht hat, für ein KMU aus der Schweiz ein passendes Bild zu finden, das zum Branding, zu den Farben und zum Inhalt der Seite passt, weiss wie zeitaufwendig das ist. KI kann dabei unterstützen, aber sie macht die Arbeit nicht weg.

Echte Fotos sind der Goldstandard
Es gibt einen einfachen Grund, warum Fotografinnen und Fotografen trotz KI nicht verschwinden werden: Vertrauen.
Menschen kaufen von Menschen. Sie möchten sehen, mit wem sie es zu tun haben. Ein echtes Foto vom Team, vom Ladenlokal oder vom Produkt schafft eine Verbindung, die kein generiertes Bild ersetzen kann.
Dazu kommt: Suchmaschinen und Social Media bevorzugen authentischen Content. Ein Foto, das wirklich in deinem Betrieb entstanden ist, hat eine Geschichte, und das merkt man.
Professionelle Fotografie bleibt deshalb eine der besten Investitionen, die ein Unternehmen für seinen Webauftritt machen kann. Wer das Budget hat, sollte es nutzen.
Was aber, wenn das Budget fehlt?
Die Realität bei vielen KMU und Selbstständigen sieht so aus: Das Produkt lässt sich schwer fotografieren, das Budget für einen Profi fehlt, und die Zeit sowie die Skills, um selbst gute Bilder zu machen, sind begrenzt.
Das ist kein Einzelfall. Das ist der Alltag für einen Grossteil der kleinen Unternehmen in der Schweiz.
Und hier kommt die gute Nachricht: Smartphones haben die Messlatte massiv gesenkt.
Die Kamera, die die meisten von uns immer dabei haben, liefert heute Bildqualität, die vor zehn Jahren noch professionelle Ausrüstung erfordert hätte. Man muss nicht Fotograf sein, um damit brauchbare, ja sogar wirklich gute Bilder zu machen. Man muss nur ein paar grundlegende Dinge wissen.

Die häufigsten Fehler und wie man sie vermeidet
In der Praxis sehe ich immer wieder dieselben Probleme bei selbst gemachten Fotos:
Licht wird unterschätzt. Der grösste Unterschied zwischen einem schlechten und einem guten Foto ist fast immer das Licht. Deckenlampen machen Fotos flach und gelblich. Direkte Mittagssonne erzeugt harte Schatten. Die Lösung ist einfach: ein grosses Fenster, ein bedeckter Tag oder die Golden Hour kurz nach Sonnenaufgang beziehungsweise vor Sonnenuntergang.
Das Motiv sitzt falsch im Bild. Wer das Hauptmotiv immer in die Mitte rückt und genug Rand lässt, gibt dem Webdesigner später die Möglichkeit, das Bild für verschiedene Formate zuzuschneiden. Querformat für den Desktop, Hochformat fürs Smartphone, quadratisch für Social Media.
Der Hintergrund ist unaufgeräumt. Ein Kaffeebecher, ein Kabel, eine Tasche im Hintergrund lenkt das Auge ab und wirkt unprofessionell. Zwei Minuten aufräumen vor dem Foto machen einen riesigen Unterschied.
Es wird zu wenig variiert. Viele machen drei Fotos aus demselben Winkel und sind dann enttäuscht. Viele Perspektiven ausprobieren, von oben, von der Seite, nah und weiter weg, und danach auswählen.
Mein Tipp für den Start
Fangt klein an, aber fangt an. Ein paar gute Fotos sind besser als gar keine und deutlich besser als schlechte Stockbilder, die niemand mit eurem Unternehmen verbindet.
Für alle, die das Thema selbst in die Hand nehmen möchten, habe ich ein kostenloses Cheat Sheet zusammengestellt. Es zeigt auf einer Seite, worauf es beim Fotografieren für die Website ankommt, von der Belichtung über den richtigen Bildausschnitt bis zur Schnell-Checkliste für vor dem Auslöser.
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